Reisen entlang der Marschbahn

Tornesch

Die "König-Christian-VIII-Ostseebahn" genannte Verbindung Altona - Kiel erreichte 1844 die heutige Stadt Tornesch. Am Gehöft namens Tornescher Hof wurde die "Tornesch" Bahnstation errichtet - die Gemeinde hieß damals Esingen. Esingen ließ sich später in Tornesch umbenennen und trug damit der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung der an der Eisenbahn angesiedelten Betriebe Rechnung. [Details]

In der nahegelegenen Ortschaft Ellerhoop befindet sich das Arboretum. Zu Deutsch "Baumpark", hat sich hier um die Keimzelle einer Baumschule herum ein wundervoller Park gebildet, der von einem Förderverein gepflegt und mit immer neuen Attraktionen versehen wird. Im Sommer bekommt man in der Diele des alten Bauernhauses Kaffee und selbstgebackene Kuchen und Torten. Dort kann man auch Bilder von dem Arboretum verbundenen Künstlern besichtigen und bei Gefallen auch kaufen. Parkplätze sind an den Wochenenden etwas knapp - vielleicht verbinden Sie Ihren Ausflug dorthin mit einer kleinen Radtour, denn Ellerhoop liegt in der Mitte zwischen Pinneberg und Tornesch und ist mit dem Fahrrad von beiden Orten bequem zu erreichen. [Details]

Unmittelbar hinter dem Bahnhof mündet auf der linen Seite die rund fünf Kilometer lange Uetersener Eisenbahn ein. Sie verbindet Tornesch mit Uetersen seit 1873, zunächst als Pferdebahn. 1908 wurde auf Dampfbetrieb umgestellt; dabei kamen sowohl Dampflokomotiven als auch Dampftriebwagen zum Einsatz, ab 1924 wurden auch Verbrennungstriebwagen eingesetzt. Seit 1965 ruht der Personenverkehr, aber Güterbetrieb gibt es nach wie vor.


Bis zur Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1965 wurden folgende Bahnhöfe bedient
km 0,0 Tornesch
km 2,5 Batzhorn, auch: Basshorn km 3,2 Uetersen Ost km 4,4 Uetersen Stadt

Am 1. Januar 1998 wurde die Uetersener Eisenbahn AG durch die Vossloh Verkehrsservice GmbH übernommen und in Norddeutsche Eisenbahngesellschaft mbH (NEG) umbenannt. [Details]

Die Reise gen Norden geht weiter. Zu unserer Rechten erstreckt sich das Esingermoor. Voraus werden die Türme der Kurzwellen-Funkstation Elmshorn sichtbar, über die Ferngespräche und Telegramme in alle Welt ausgestrahlt werden.


www.marschbahn.de
© Ilka Borchers, 2005
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